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Nach Corona-Pause

„Endlich wieder a g‘scheider Lehards“ - So lief der Leonhardiritt in Lippertskirchen

Pfarrer Ernst Kögler segnet an der Wallfahrtskirche „Maria Morgenstern“ das herrliche 6er-Haflinger-Gespann von Georg Siegmund, dessen Fuhrleute sowie die Auer Musi auf den Leonhardiwagen sitzend.
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Pfarrer Ernst Kögler segnet an der Wallfahrtskirche „Maria Morgenstern“ das herrliche 6er-Haflinger-Gespann von Georg Siegmund, dessen Fuhrleute sowie die Auer Musi auf den Leonhardiwagen sitzend.

Endlich durfte auf der Köglwiese am Wallfahrtsort Lippertskirchen wie in Zeiten vor Corona in aller Pracht dem Heiligen Leonhard als Patron von Ross, Reiter, Fuhrknechten, Gefangenen und Wöchnerinnen gedacht werden. Selbst der Himmel zeigte sich nach Auflösung herbstlichen Nebels von seiner schönsten Seite.

Bad Feilnbach – Bunt gestaltete sich das Bild mit einer stattlichen Anzahl an Zweier- und Vierer-Gespannen, Einzelreitern, Fahnenabordnungen vor dem Feldalter und vor allem überaus vielen Besuchern beim Gottesdienst auf der Köglwiese. Musikalisch umrahmte den Gottesdienst die Musikkapelle Bad Feilnbach unter der Leitung von Stefan Kirchberger.

Nach Meinung aktiver Teilnehmer und Besucher: „Endlich wieder ein gscheider Lehards“. Dabei setzten Resonanz und Zuspruch Zeichen für ein ehrwürdiges Dankeschön an den „Leonhardiverein Lippertskirchen“, der mit der diesjährigen Veranstaltung eine gelungene Premiere erleben durfte.

Lernen, auf Gottes Grenzen zu achten

Begeistert und angetan von der malerischen Kulisse zeigten sich Landrat Otto Lederer, Bürgermeister Stefan Deingruber aus Fischbachau sowie Bad Feilnbachs Rathauschef Anton Wallner, Ehrenbürger und Persönlichkeiten aus der heimischen sowie umliegenden Kommunen. Mit großen Aufgeboten an Fahrern und Reitern erwiesen umliegende Leonhardivereine dem Gastgeber aus der Gemeinde Bad Feilnbach die Ehre. Unter ihnen Gebirgsschützen aus Bad Aibling und der Gemeinde Fischbachau, eine Ehrenkutsche vom Bergwerksverein

„St. Barbara“ Fischbachau, sowie Fahrer und Reiter aus dem Oberland und auch aus dem Inntal.

Den Predigtworten von Pfarrer Ernst Kögler zufolge sollte die gegenwärtige Gesellschaft sowie auch die Politik wieder lernen, auf Gottes Grenzen zu achten. Beispielgebend war jener legendäre Abt und Diakon aus Noblat nahe der französischen Stadt Limoges, der berufen war, Sünder zu erlösen und Gefangene zu befreien.

Viele Zaungäste entlang des Wallfahrtswegs

Menschen seien zu allen Zeiten und auch in der Gegenwart begrenzte Wesen und aufeinander angewiesen und bedürfen Aufmerksamkeit und Herz des Nächsten, so die Botschaft der diesjährigen Wallfahrt.

Ein ehrenhaftes Bild bot die anschließende Umfahrt um die Wallfahrtskirche.

Von dort aus erteilte Pfarrer Ernst Kögler den zwei- und vierbeinigen Teilnehmern den göttlichen Segen. „Einfach herrlich“, meinten viele Zaungäste am Rande des traditionellen Wallfahrtswegs beim Vorbeiziehen der herrlichen und stolzen Gespanne. Diese mit sauber herausgeputzten Pferden und eigens für den Festtag geschmückten Kutschen und nach Überlieferung kunstvoll gebundenen Wagen.

Mit höchster Konzentration

Bewundert wurden ebenso die historisch bemalten Truhenwagen. Besetzt waren die Gefährte mit Musikkapellen, Fahnenabordnungen, Schalkfrauen und Miederdirndl. Letztere waren nach gutem Brauch mit reichlich Kittlschnaps bewaffnet.

Freudestrahlend: die Miederdirndl vom Trachtenverein „D´Jenbachtaler“ aus Bad Feilnbach.

Im Fokus standen in diesem Jahr sogar zwei Sechser-Gespanne mit Haflinger und Edelbluthaflinger, die mit höchster Konzentration von verantwortungsvollen und erfahrenen Fahrern gelenkt wurden. Immer wieder gern gesehen und geschätzt waren die vielen Einzelreiter sowie einige Ponys mit ihren Haltern und ganz jungen Reiter.

Eine Augenweide: das Sechser-Haflinger-Gespann mit Haflingerpferden, gelenkt von Georg Siegmund junior.

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