Kosten von rund 860.000 Euro
Bad Aibling: Stadtrat vertagt Entscheidung über Parkplatz-Ausbau nahe der Bahnlinie
Es war schon spät, Stadtrat Dieter Bräunlich (ÜWG) riss der Geduldsfaden: „Ich beantrage, dass wir den Punkt zurückstellen“, forderte er in der jüngsten Stadtratssitzung, denn man war weit entfernt von einer Einigung. Obwohl das Gremium lang und breit über den „Beschluss über den Ausbau des Parkplatzes nördlich der Bahnlinie“ diskutierte.
Bad Aibling – Nicht zuletzt, weil die Grünen einen Antrag gestellt hatten, ob eine Photovoltaikanlage auf dem Parkplatz-Areal möglich wäre (siehe Kasten) – dieser Vorschlag wurde von allen begrüßt. „Damit alles Hand und Fuß hat“ (Bräunlich) wurde der Tagesordnungspunkt zurückgestellt – und somit wurde der Ausbau einstimmig in die Warteschleife geschickt. Denn, um 2022 mit dem Bau beginnen zu können, wäre in der Sitzung ein Beschluss erforderlich gewesen, so Thomas Gems, Leiter der Abteilung Tiefbau der Stadt.
Ausbau dringend erforderlich
Vorher erklärte er dem Gremium, dass „der Bau eines P&R-Parkplatzes dringend notwendig sei“. Denn ein Gutachten habe ergeben, dass bis 2030 etwa 280 P&R-Parkplätze im Umfeld des Bahnhofs nötig seien. Mit rund 150 Parkplätzen an der Lindenstraße sowie den rund 80 geplanten nördlich der Bahn, fehlten immer noch etwa 50 Stellplätze, so Gems.
Neben der Photovoltaikanlage diskutierte das Gremium auch über die Gabionenwand, die nördlich des Platzes, zur Wohnbebauung hin, entstehen soll: Denn für so eine Steinwand hatte sich der Stadtrat einst ausgesprochen. Die Kosten dafür belaufen sich laut Gems auf rund 100.000 Euro.
Diese Kosten könne man laut Gems allerdings einsparen, denn „laut des Lärmschutzgutachtens brauchen wir diese Wand nicht“. Eine Hecke würde ausreichen, erklärte er. Auch darüber diskutierte das Gremium – einige waren dafür, andere dagegen.
Anbindung des Gehweges
Thema in der Sitzung war auch eine Anbindung des Gehweges: „Der Gehweg soll von der Wildstraße zum Parkplatz führen und dann künftig an den bestehenden Fuß- und Radweg, der zur Westendstraße führt, anknüpfen“, so Gems auf Anfrage des Mangfall-Boten. Kirsten Hieble-Fritz (ÜWG) sagte daraufhin, dass „die Gehweg-Variante wichtig ist“.
Was möglich ist, was nicht und wie es mit einer etwaigen Photovoltaikanlage ausschaut, soll Gems jetzt erarbeiten. Fakt ist: Ohne Gabionenwand soll der Parkplatz laut Gems rund 860.000 Euro kosten.