Teisendorfer gibt in Klagenfurt alles
„Unvorstellbar“: Johannes Strohmaier erstmals beim Ironmann dabei - Nächster Höhepunkt wartet schon
Ein Lebenstraum geht in Erfüllung: Johannes Strohmaier (30) aus Teisendorf hat am Ironman Klagenfurt teilgenommen. Doch nicht nur das, er hat sich mit seiner Platzierung am Wörthersee gleich das nächste Highlight in Nizza gesichert.
Klagenfurt/Teisendorf - Beim Ironman in Klagenfurt erfüllte sich Johannes Strohmaier jüngst einen sportlichen Lebenstraum: Der 30-jährige Teisendorfer nahm am Dreikampf in Kärnten teil und „finishte“ unter 3000 Konkurrenten in starken 9:47 Stunden auf Gesamtrang 123 und Altersklassen-Platz 32.
Als Strohmaier vor über 15 Jahren – er selbst war erst 14 – den Höglwörther See-Triathlon in Anger in Angriff nahm, lernte er einige regionale Sportler kennen, die sich mit der Strecke eines Ironmans bereits bestens vertraut gemacht hatten. „Für mich war die Vorstellung einer Teilnahme damals unvorstellbar.“ Schon letztes Jahr wollte er nach Klagenfurt reisen, doch kurz vor dem Wettbewerb ereilte ihn eine Lungenentzündung und er musste alles nochmal zwölf Monate aufschieben.
Kein Windschattenfahren erlaubt
Jüngst war es nun so weit: Um 6.40 Uhr ging's für Amateur Johannes Strohmaier zusammen mit 3000 Konkurrenten in die 3,8 Kilometer lange Runde im Wörthersee. Im 22,3 Grad warmen Wasser erreichte er den Lendkanal, der direkt nach Klagenfurt führt.
Nach 62 Minuten und auf Rang 151 liegend stieg der heimische Triathlet aufs Rad. Bei zunehmender Hitze mussten die Ironman-Starter nun 180 Kilometer auf ihren Zeitfahr-Maschinen absolvieren. Windschattenfahren war dabei nicht erlaubt. Es galt, zwei Runden zu je 90 Kilometer inklusive 1680 Höhenmeter zu überwinden, Strohmaier erledigte das in 5:06 Stunden.
Bei 32 Grad folgte der Marathon
Zum Abschluss stand wie gewohnt ein Marathon, also 42,195 Kilometer, auf dem Programm. Pünktlich zur Mittagshitze ging Strohmaier bei 32 Grad auf den heißen Asphalt, der ihm und allen anderen nochmal alles abverlangte. Da heuer erstmals diese hohen Temperaturen erreicht wurden, war es für alle Athleten ein immenser Kampf, den nicht wenige aufgeben mussten. „Ich konnte noch mit einer gewissen Leichtigkeit agieren“, sagte der Teisendorfer im Anschluss zufrieden – in 3:31 Stunden bewerkstelligte er den Lauf.
Johannes Strohmaier qualifizierte sich mit seiner Top-Vorstellung für die Ironman-Weltmeisterschaft am 14. September in Nizza. In 7:52 Stunden gewann in Klagenfurt der deutsche Profi Finn Große-Freese. Bei den Amateuren „finishte“ auch Andi Tippelt aus Bad Reichenhall in 12:51 Stunden. (bit)