Entscheidung am Abend im Stadtrat
Stadt Freilassing will Neubau der Berufsschule an der Bahnhofstraße
Die Berufsschule in Freilassing soll an einem neuen Standort näher am Bahnhof neu gebaut werden. Das zumindest will Freilassings Bürgermeister Markus Hiebl. Entsprechende Grundstücksverhandlungen würden positiv verlaufen.
Freilassing - Der Landkreis hat sich noch nicht festgelegt sondern zwei Varianten vorgeschlagen: zum einen den Abriss und Neubau auf dem bestehenden Areal (Variante 3) oder zum anderen einen Neubau auf der Fläche der jetzigen Festwiese und des angrenzenden Reifenhändlers (Variante 4). Die Jennerstraße würde verlegt. Der Stadtrat berät zur Stunde die beiden Varianten.
Wichtig ist für Markus Hiebl, dass die Stadt alle Schulen in der Stadt halten will, „auch die Berufsschule, zu der viele Schüler auch aus anderen Landkreisen kommen“. Man wolle sich hier auch gegenüber Salzburg und Traunstein positionieren. Im angedachten „Bildungszentrum BGL“ sollen neben der Staatlichen Berufsschule, der Berufsfachschule und dem FAGO auch noch weitere Berufsfachschulen – also weitere Fächer – als auch ein möglicher, neuer Zweig der Fachoberschule Franz von Assisi und vielleicht auch Max Aichers „Akademie BGL“ unterkommen.
Ausgangslage
Bereits 2019 beschloss der Landkreis, die Gebäude der Berufsschule in Freilassing zu untersuchen, ob diese noch funktional sind und den aktuellen Brandschutzbestimmungenentsprechen. Das Ergebnis: Die Schule braucht mehr Platz, von rund 3000 m² war die Rede. In der Folge wurden vier Varianten ausgearbeitet, wobei die Varianten 1 und 2 entweder nicht ins Stadtbild passten oder zu teuer waren.
„Wir sind dem Ziel zum Greifen nah“, Markus Hiebl
Für die Stadt Freilassing bedeutet das, dass auch sie sich Gedanken machen muss, wo sie die Berufsschule in Zukunft haben will, „das alles mit dem Ziel, die Standorte aller Schulen in der Stadt zu sichern“, so Hiebl. Mit zahlreichen Veränderungssperren habe die Stadt sich gewünschte Flächen an der Bahn gesichert, „denn einige Eigentümer hatten schon Investitionen geplant, jetzt sind sie dem Bildungszentrum gegenüber sehr positiv eingestellt“, fasst Hiebl den aktuellen Verhandlungsstand zusammen. „Wir sind dem Ziel zum Greifen nah“.
Vorteile der Variante 4
Während sich der Kreistag also erst am Freitag entscheiden wird hat Hiebl bereits einen Favoriten: die Variante 4, also ein Neubau auf der Festwiese und dem Grundstück westlich davon. „Wir könnten dann das südliche Bahnhofsumfeld komplett neu ordnen und hätten auch noch genug Platz für den möglichen Standort einer zweiten Grundschule“, schwärmt Hiebl geradezu.
Dass das Bildungszentrum ein „Trostpflaster“ des Landkreises dafür ist, dass Freilassing keine Chance für den möglichen Neubau eines Zentralklinikums hat, sieht Hiebl nicht so. „Ein Bildungszentrum ist kein Trostpflaster sondern einen Pflichtaufgabe des Landkreises“. Der will 110 bis 150 Millionen Euro in die Hand nehmen.
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hud