Eder Geschäftsführer aus Tuntenhausen bei Undercover Boss

"Die Kuhherde ist vergleichbar mit einer ganzen Horde an Mitarbeitern"

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Gregor Ries als "Mathias". Mit Hilfe eines aufwendigen Haarteils, mit Brille, Bart und entsprechender Kleidung wurde der Geschäftsführer bis zur Unkenntlichkeit verwandelt. 
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Tuntenhausen - Am Montag, 11. Februar, lief auf RTL eine neue Folge von "Undercover Boss". Gregor Ries, Geschäftsführer des Traditionsunternehmen Eder, tauschte seinen Anzug gegen Arbeitsoverall und unterstützt seine Mannschaft. 

Üblicherweise ist Gregor Ries (53) Geschäftsführer der Eder Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Tuntenhausen. Die Eder Familienholding ist einer der größten Auto- und Landmaschinenhändler in Deutschland. Gregor Ries istseit acht Jahren in der Eder GmbH als Geschäftsführer tätig. Als Undercover Boss schlüpft er in die Rolle des Show-Kandidaten Mathias. Bei seinem Undercover Einsatz arbeitet er als Landmaschinen- und Melkrobotertechniker, als Verkäufer im Baumarkt und als Herdenmanager auf einem Bauernhof.

Am 11. Februar um 21.15 Uhr auf RTL bot Ries alias „Mathias“ den Zuschauern von „Undercover Boss“ die Chance, einen Einblick hinter die Kulissen in das Traditionsunternehmen zu nehmen. Gut getarnt durch eine üppige Haarpracht, einen Vollbart mit lässigen Klamotten und Turnschuhen und mit markanter Brille riskierte er als "Mathias" den Einsatz in mehreren Bereichen der Unternehmensgruppe. "Wenn ich ihn auf der Straße getroffen hätte, hätte ich ihn nicht erkannt", sagt seine Frau lachend. Der Schwerpunkt des Geschäftsführers liegt normalerweise vor allem im Bereich Finanzen

Gregor Ries ist seit acht Jahren in der Eder GmbH als Geschäftsführer tätig.

Vom Schreibtisch in den Kuhstall

Erste Station für den getarnten Geschäftsführer ist bei Herdenmanagerin Andrea Meerwarth im Kuhstall des Lely Center Bayern. Die Kühe werden dort von einem Roboter gemolken. Doch dann gibt es schon die erste Panne, die Technik spielt nicht mit. Es gab ein kleines Problem mit dem Tank. Das hört ein Manager natürlich nicht gerne. Doch das Problem ist schnell behoben. 

Es kommt doch noch zum Kuhkontakt für "Mathias". "Die Kuhherde ist durchaus vergleichbar mit einer ganzen Horde an Mitarbeitern", sagt Ries. "Es gibt halt unterschiedliche Charaktere und die Kuhherde drückt das sehr schön aus. Das gibt es auch im Büro." Für Andrea hat der Boss Lob: "Die Andrea ist wirklich ein Typ, wo man merkt, die kann was reißen." Das Lob kommt auch zurück: "Für das erste Mal hat er sich super angestellt", sagt Andrea, die ja nicht wusste wer da vor ihr steht. Erstes Ergebnis der Undercovermission: Dieser Kundenservice wird Bestand haben.

Bei seinem Undercover-Einsatz arbeitet Gregor Ries als Landmaschinen- und Melkrobotertechniker, als Verkäufer im Baumarkt und als Herdenmanager auf einem Bauernhof.

Zweite Station: Bad Endorf

In Bad Endorf ist Ries bei Hans-Jürgen König im Profi Baumarkt. Hans-Jürgen ist dort seit drei Jahren Verkaufsberater. Er ist dort Fachmann für Farben und Baustoffe. Als gelernter Maurer kennt er sich mit Baustoffen bestens aus. Eine gute Grundlage, die er um eine Ausbildung zum Groß – und Außenhandelskaufmann ergänzte. Für "Mathias" geht es dort gleich in luftige Höhen auf das Hochregal. "Grundsätzlich habe ich immer Höhenangst", sagt der getarnte Ries. Er fühlt sich sichtlich unwohl. Doch nachdem die erste Angst überwunden ist, kann er auch mit anpacken. "Ehrlich gesagt habe ich richtig geschwitzt. Das ist eine hohe Leistung, die die Leute dort vollbringen."

Tag drei führt Ries wieder auf den Bauernhof

"Für mich ist heute vor allem interessant, wie wird unsere Technik hier eingesetzt", sagt Ries. Sein heutiger Chef, Landwirt Michael Fordey fackelt nicht lange und schmeißt den Geschäftsführer sofort ins kalte Wasser. Quer durch den Kuhstall muss der Geschäftsführer den Melkroboter ziehen. "Das war Vollgas von der ersten Minute", sagt Ries. Für Michael war er anfangs allerdings ein bisschen zu langsam. Doch zu Ende gab es aber doch noch ein Lob für den Geschäftsführer

Letzter Einsatz als Land- und Baumaschinenmechaniker

Eingelernt wird Ries bei seiner letzten Station vom Auszubildenden zum  Land- und Baumaschinenmechaniker, Tobias Frisch. Hier geht es für Ries ab unter die Landmaschine. Er muss Öl ablassen und das geht gehörig daneben. Ein falscher Handgriff und das ganze Öl ist auf dem Boden. Das muss er natürlich auch wieder selber sauber machen. "Man merkt ein bisschen dass er Branchenfremd ist. Da fehlt einfach die Übung", sagt Tobias. "Tobias ist für mich ein unglaublicher Typ, in dem steckt unglaublich was drin", lobt Ries den Azubi.

Das Abschlussgespräch

Durchaus nachdenklich verabschiedet sich Ries von seinem Alter Ego. "Ich habe immer gedacht, das sieht so leicht aus, aber wenn man es dann selber gemacht hat merkt man, dass da gehörig was dahinter steckt. Es waren ausgesprochen wertvolle Erfahrungen für mich und blicke sehr gerne darauf zurück." Alle vier Mentoren staunen nicht schlecht, als Ries sich im Abschlussgespräch outet. Keiner hat ihn erkannt. 

Als Anerkennung für ihre Leistungen bekamen alle vier vom Undercoverboss Geschenke. Michael Fordey bekam eine Flug nach China, um seinen Bruder besuchen zu können. Zu Herdenmanagerin Andrea Meerwarth sagt er: "Wenn jemand so gut ist, dann wollen wir das auch anerkennen". Er schickt die bergbegeisterte Andrea zum Heliskiing. Hans-Jürgen König bekommt vom Undercover Boss eine Reise ins Disneyland Paris bei der er seine ganze Familie mitnehmen kann und Tobias Frisch darf sich ab sofort über ein neues Auto freuen.

Quelle: mangfall24.de

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