Jugendlicher (16) eine Woche zuvor brutal niedergestochen

Verfeindete Teenie-Gangs gehen mit Messern an bayerischem Bahnhof aufeinander los

Nach einem versuchten Tötungsdelikt am 24. April sind zwei verfeindete Jugendgruppen am Bahnhof in Germering mit Messern bewaffnet aufeinander losgegangen. Etwa 15 Personen waren an der Auseinandersetzung beteiligt, so die Polizei.

Germering - Erst letzte Woche wurde ein Jugendlicher bei Puchheim wegen eines versuchten Tötungsdelikts festgenommen, jetzt eskalierte der Konflikt zwischen zwei rivalisierenden Jugendgruppen erneut.

16-Jähriger niedergestochen und lebensgefährlich verletzt

Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen mehreren Jugendlichen wurde am 24. April ein 16-Jähriger mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Nach intensiven Ermittlungen konnte die Kripo Fürstenfeldbruck einen 15-Jährigen als mutmaßlichen Täter ausmachen und verhaften. Der schwer verletzte Jugendliche ist inzwischen außer Lebensgefahr.

Konflikt zwischen verfeindeten Teenie-Gangs eskaliert

Am 3. Mai trafen die verfeindeten Gruppen am Bahnhof in Germering wieder aufeinander. Es kam zum Streit und die Jugendlichen gingen erneut aufeinander los, auch unter Verwendung von „Hieb- und Stichwaffen“, wie Zeugen berichten. Eine Person wurde leicht verletzt. Etwa 15 Personen im Alter von 14 bis 17 Jahren waren an der Auseinandersetzung laut Polizei beteiligt.

Polizei greift mit Großaufgebot ein

Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften konnte die Polizei die flüchtenden Jugendlichen anhalten und die Personalien feststellen. Drei Personen wurden vorübergehend festgenommen, zwischenzeitlich wurden sie jedoch wieder aus dem Gewahrsam entlassen.

Die bereits aufgrund der vorausgegangenen Vorfälle gegründete Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen und prüft die jeweilige Tatbeteiligung der Jugendlichen.

Der Leiter der Polizei Germering, Polizeirat Jürgen Dreiocker, erklärte hierzu: „Eine derartige Störung der Sicherheit können wir nicht einfach hinnehmen. Unterstützt unter anderem von Kräften der Bereitschaftspolizei werden wir daher verstärkt Präsenz zeigen und vermehrt Personenkontrollen durchführen.“

Blutige Messerangriffe im Landkreis Rosenheim

Auch im Landkreis Rosenheim kam es am Wochenende zu zwei blutigen Auseinandersetzungen. Am 30. April schnitt eine 24-jährige Frau einem Lkw-Fahrer auf einem Parkplatz in Raubling fast die Kehle durch. In der Rosenheimemr Innenstadt wurde am 1. Mai ein 20-Jähriger von einem 16-Jährigen brutal niedergestochen. In beiden Fällen ermittelt die Kripo Rosenheim wegen versuchter Tötung.

bcs mit Material der Polizei Oberbayern Nord

Rubriklistenbild: © Ingo Wagner / dpa

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