Gewitter im Anmarsch
40 Grad! Hoch Bettina heizt Bayern auf – „Geht richtig heiß her“
Heiße Tage und tropische Nächte stehen Bayern bevor. Mancherorts werden bis zu 40 Grad erwartet. Gewitter könnten die Hitze unterbrechen.
Update vom 30. Juni, 11.40 Uhr: Heiß, heißer, noch heißer: Die Temperaturen steigen im Freistaat durch subtropische, feuchte Luft in den nächsten Tagen weiter. Wie kann man sich dafür am besten rüsten?
Eine schweißtreibende Woche steht Bayern bevor. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert, dass die Hitzewelle am Mittwoch ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. In einigen Regionen des Freistaats könnten unter dem Einfluss des Hochdruckgebiets Bettina Temperaturen von fast 40 Grad erreicht werden.
Meteorologen warnen vor der starken Belastung durch die hohen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit. Die Polizei rät dringend davon ab, Kinder oder Hunde auch nur kurz im Auto zu lassen, da dies bei der Hitze schnell lebensbedrohlich werden könne. Auch nachts bleibt es vielerorts warm, mit Temperaturen, die nicht unter 22 Grad sinken. Tropische Nächte beginnen bei 20 Grad.
Heftige Wettervorhersage für Bayern: Bis zu 40 Grad im Freistaat
Die heißesten Orte in Bayern werden voraussichtlich in Unterfranken liegen. In Kitzingen könnte das Thermometer bis Mittwoch auf bis zu 40 Grad klettern. Vor etwa zehn Jahren wurden dort bereits 40,3 Grad gemessen, die bis dahin höchste Temperatur in Deutschland. Auch in Kahl am Main, Aschaffenburg und Regensburg sind laut DWD Spitzenwerte möglich. „Da geht es richtig heiß her“, so Meteorologe Dirk Mewes.
Wer die Möglichkeit hat, könnte die Nacht zum Tag machen. Der DWD kündigt tropische Nächte mit über 20 Grad an. Ideal für späte Grillfeste und lange Feiern bis in die Morgenstunden. Für andere jedoch eine Herausforderung, wenn die Luft im Schlafzimmer stickig und schweißtreibend ist.
Können Schülerinnen und Schüler auf Hitzefrei hoffen?
Ob Hitzefrei gewährt wird, liegt im Ermessen der Schulleitungen. Das bayerische Kultusministerium erklärt, dass die Entscheidung bei den Schulleitungen liegt, da sie die örtlichen Gegebenheiten am besten kennen. Dazu gehört, wie gut die Räume klimatisiert sind oder ob die Schülerinnen und Schüler bei Unterrichtsausfall nach Hause kommen könnten. Eine gesetzliche Regelung für Hitzefrei gibt es nicht.
Besonders betroffen sind Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen, Realschulen, Förderschulen und Schulen für Kranke, die gerade ihre schriftlichen Abschlussprüfungen ablegen. Die Räume werden morgens extra gelüftet, und Getränke sind erlaubt. „Zudem enden die Abschlussprüfungen alle gegen Mittag, bevor die Temperaturen noch mal deutlich ansteigen“, so eine Sprecherin des Kultusministeriums.
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Brechen jetzt die Klimaanlagen im Zug zusammen?
Wenn die Temperatur im Zug über 22 Grad steigt, kühlen die Klimaanlagen die Luft um maximal 5 Grad herunter, so die Münchner S-Bahn. Die Temperatur wird über Fühler an den Wagenübergängen gemessen.
Doch die Hitze bringt nicht nur die Fahrgäste ins Schwitzen. „Störfälle häufen sich unter Umständen, weil alles permanent auf Hochtouren läuft - Zuglüfter können ausfallen, Materialien erliegen der Spannung, welche die Hitze mit sich bringt“, schreibt die Bahn. Immerhin könnten Techniker solche Störungen meistens noch am selben Tag beheben. Für die Fahrt von der Arbeit nach Hause kommt das aber unter Umständen zu spät. Eine Wasserflasche mitzunehmen, schadet jedenfalls nicht.
Kommt nach der Hitze wieder das Unwetter?
Voraussichtlich ja, zumindest in einigen Regionen. Einzelne Gewitter sind laut DWD bereits zu Wochenbeginn möglich. Besonders im Süden Bayerns steigt die Unwettergefahr am Mittwoch. Orkanartige Böen, Starkregen und Hagel sind möglich. Am Donnerstag sei dann „eine Menge Gewitter zu erwarten“, so DWD-Meteorologe Mewes. Bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit seien möglich, jedoch nur an einzelnen Orten.
Gibt es dann auch Hoffnung auf Abkühlung?
Ja, zumindest kurzzeitig. Nach einer tropischen Nacht von Mittwoch auf Donnerstag nähert sich eine Kaltfront, wobei „kalt“ relativ ist. Hitzegeplagte können dennoch etwas aufatmen. In den Nächten zu Freitag und Samstag erwarten die Wetterexperten Tiefstwerte zwischen 14 und 17 Grad, im bayerischen Vogtland sogar erfrischende 10 Grad.
Am Freitag gibt es eine kurze Verschnaufpause, vor allem in den Mittelgebirgen und im Allgäu. Ausnahme ist der Untermain, wo in Kitzingen auch am Freitag Temperaturen um die 28, 29 Grad erwartet werden. „Dann fängt es langsam wieder an, hochzuköcheln“, sagt Mewes, mit Temperaturen über 25 Grad in Bayern am Samstag, vereinzelt sogar bis 30 Grad.
Was kann ich tun, um bis dahin durchzuhalten?
Nachmittags sollte man körperliche Aktivitäten im Freien vermeiden, ausreichend Wasser trinken und durch nächtliches Lüften, Rollläden und geschlossene Fenster die Wohnung kühl halten. Wer im Dachgeschoss leidet, kann in Städten wie München und Nürnberg kühle Orte aufsuchen, darunter Schwimmbäder, Badeseen und vor allem Kirchen.
Das Erzbistum München und Freising lädt explizit in seine Kirchen mit ihren dicken Mauern ein: Sie zählen „zu den wenigen Orten, an denen Menschen in der Stadt Zuflucht und einen Sitzplatz im Kühlen finden, ohne etwas kaufen oder konsumieren zu müssen“, teilt das Erzbistum mit. „Wenn Menschen dort auch körperliche Erholung erfahren, dann freut uns das umso mehr“, sagt Generalvikar Christoph Klingan. „Zum Besuch unserer Kirchen ist jede und jeder eingeladen.“
In Würzburg ist an heißen Tagen der Eintritt ins Museum am Dom frei. „Gerade bei hohen Temperaturen brauchen Menschen dringend Orte zum Durchatmen, körperlich wie geistig“, erklärt Museumsleiter Jürgen Emmert.
Fast 40 Grad! Hitze-Höhepunkt steht Bayern erst noch bevor
Erstmeldung vom 30. Juni, 8.50 Uhr: München - Heiß, heißer, noch heißer: Die Temperaturen steigen in den nächsten Tagen weiter. Der Höhepunkt soll am Mittwoch erreicht werden.
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Heiß, heißer Bayern: Heftige Wettervorhersage für den Freistaat – Fast 40 Grad möglich
Wer auf kühlere Tage hofft, muss sich noch etwas gedulden: Die bereits hohen Temperaturen im Freistaat werden zu Beginn der Woche weiter ansteigen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor einer erheblichen Wärmebelastung. Im Tagesverlauf sollen Spitzenwerte von bis zu 35 Grad erreicht werden.
Seit Sonntag (und noch bis Montag um 19 Uhr) liegt für viele Teile Bayerns eine DWD-Warnung vor Hitze vor. „Hitzebelastung kann für den menschlichen Körper gefährlich werden und zu einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen führen. Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Hitze, trinken Sie ausreichend Wasser und halten Sie die Innenräume kühl“, so die Experten.
Auch am Dienstag bleibt es überwiegend trocken, sonnig und heiß. Der DWD prognostiziert Höchsttemperaturen von 31 Grad in den Alpen bis zu 37 Grad in Unterfranken. Auch in der Nacht wird es keine Abkühlung geben, da sogenannte tropische Nächte mit Temperaturen über 20 Grad in Teilen Bayerns erwartet werden.
Fast 40 Grad am Mittwoch: DWD prognostiziert Schauer und Gewitter
Der Mittwoch soll voraussichtlich der heißeste Tag der Woche werden: Dann kommen die Temperaturen am Untermain nah an die 40-Grad-Marke. Dort erwarten die Meteorologen 39 Grad. In den Alpen und im Bayerischen Wald bleibt es mit Höchstwerten von 30 bis 33 Grad am kühlsten. An allen drei Tagen müssen die Menschen laut DWD lokal auch immer wieder mit Schauern und Gewittern rechnen. (kam mit dpa)
Rubriklistenbild: © IMAGO / NurPhoto / Screenshot DWD (Collage: Merkur.de)
