Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Meinungen in Prien und Bruckmühl gehen auseinander

Skilager vor dem Aus? - Viele Eltern wollen teuren Spaß nicht mehr bezahlen

Skilager
+
Schüler einer Realschule beim Skifahren in den bayerischen Alpen.

Skilager gehörten früher beim Schulerlebnis einfach dazu. Doch dies erscheint vielen nicht mehr zeitgemäß. Manche Schulen bieten schon Alternativen an.

Bruckmühl/Prien – Für viele junge Schüler ist es ein echtes Erlebnis während ihrer Schullaufbahn: das Skilager. Dem Klassenzimmer entfliehen, tagsüber die Pisten herunterrasen oder erste Schritte auf den Brettern machen und anschließend die gemeinsame Zeit in der Unterkunft mit den Freunden genießen.

Meinungen zum Skilager an Bayerns Schulen gehen auseinander - „Stark gestiegene Kosten“

Inzwischen gehen die Meinungen zum Skilager an den bayerischen Schulen jedoch zunehmend auseinander. „Ein Grund dafür sind die stark gestiegenen Kosten“, sagt Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands. Auch der ökologische Aspekt spiele eine Rolle: „Das passt nicht zum Prinzip der Nachhaltigkeit, dem sich viele Schulen verschrieben haben.“

Am Gymnasium Bruckmühl im Kreis Rosenheim wird es künftig kein Skilager mehr geben

Am Gymnasium Bruckmühl im Kreis Rosenheim wird es künftig kein Skilager mehr geben. „Wir machen das heuer zum letzten Mal“, sagt Schulleiter Walter Baier. Mehr und mehr Eltern seien bei dem Direktor vorstellig geworden, da ihre Kinder nicht Ski fahren würden. „Das Skilager ist seit Corona fast doppelt so teuer geworden. Davor kostete es bei uns 250 Euro, jetzt sind es über 400 Euro“, sagt Baier. An seiner Schule habe es zuletzt „so viele Anfänger wie noch nie gegeben“. In Zeiten der Inflation so viel Geld für Ausrüstung, Skipass, Transport und Unterbringung auszugeben, damit das Kind zum ersten – und womöglich letzten – Mal die Ski anschnallen kann, würden viele Eltern nicht wollen.

Sturm, Schnee, Sonne: Die spektakulärsten Bilder aus den vier Jahreszeiten in Bayern

Eine unheimliche Lichtstimmung: Eine Sahara-Staubwolke verdunkelt den Himmel über München.
Eine unheimliche Lichtstimmung: Eine Sahara-Staubwolke verdunkelt den Himmel über München. © IMAGO/Rolf Poss
Gewitterwolken über der Konzernzentrale von BMW in München.
Gewitterwolken über der Konzernzentrale von BMW in München. © IMAGO/M.i.S./Bernd Feil
Bodennebel bei Sonnenaufgang im Moos, oranges Licht, Deutschland, Bayern, Erdinger Moos
Der Tag startet mit dem Sonnenaufgang. Bodennebel sorgt dabei für die schönsten Farben. Orange, Rot und Geld: der Sonnenaufgang im Erdinger Moos. © IMAGO/A. Hartl
Ein Blitz schlägt bei einem Gewitter über München in den Olympiaturm ein.
Ein Blitz schlägt bei einem Gewitter über München in den Olympiaturm ein. © IMAGO / Shotshop
Sonnenaufgang über dem Nebel Die Sonne geht hinter den Gipfeln der Allgäuer Hochalpen in Bayern auf während eine Nebeldecke im Tal liegt
Sonnenaufgang über dem Nebel. Die Sonne geht hinter den Gipfeln der Allgäuer Hochalpen in Bayern auf, während eine Nebeldecke im Tal liegt. © IMAGO/Jan Eifert
Im Morgennebel steht die am Forggensee gelegene Wallfahrtskirche Sankt Coloman
Im Morgennebel steht die am Forggensee gelegene Wallfahrtskirche Sankt Coloman. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Ausflügler laufen hinter blühenden Krokussen, am Ufer des vor dem Panorama der Alpen liegenden Hopfensees, im Sonnenschein
Ausflügler laufen hinter blühenden Krokussen, am Ufer des vor dem Panorama der Alpen liegenden Hopfensees, im Sonnenschein. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Wanderer sind im Apspitzgebiet unterwegs
Blumenwiese und Bergkulisse: Wanderer sind im Apspitzgebiet unterwegs. © Angelika Warmuth/dpa
Eine Böenfront zieht auf und bringt ein Gewitter mit Sturmböen und starkem Regen mit sich, das später in der Region München nierderging
Gewitter mit Starkregen: Eine Böenfront zieht im Oberland über die Felder, das Gewitter ging später in der Region München nieder. © Michael Hutter/dpa
Hitze und hohe Temperaturen, danach kommen schwere Gewitter. Blitze Zucken in den hohen Gewitter
Hitze und hohe Temperaturen führten zu zahlreichen Sommergewittern. Blitze zucken in hohen Gewittern und lassen die Himmel in hellen Farben erstrahlen. © IMAGO/MiS
Ein Regenbogen erstreckt sich über dem Himmel während eines Konzerts im Olympiastadion.
Ein Regenbogen erstreckt sich über dem Himmel während eines Konzerts im Olympiastadion. © IMAGO / Stefan M Prager
Ein Kind geht mit Gummistiefeln auf einer durch Hochwasser der Zenn überfluteten Straße.
Pfützen nach Gewittern: Ein Kind geht mit Gummistiefeln auf einer durch Hochwasser der Zenn überfluteten Straße. Das Mädchen freut sich über das Wasser. © Daniel Karmann/dpa
Eine bedrohlich wirkende Wolkenwalze rollt am 1. Juli 2020 über das Münchner Olympiagelände
Das Pressefoto aus Bayern 2020 in der Kategorie „Sieger Umwelt & Energie“. Vor dem Gewitter: Eine bedrohlich wirkende Wolkenwalze rollt am 1. Juli 2020 über das Münchner Olympiagelände. © Henning Pfeifer/BJV/dpa
Eine sogenannte Superzelle zog von Wunsiedel in Richtung Waldsassen und brachte einen Hagelsturm in Oberfranken mit sich
Im Juli 2022 eine ähnliche Situation. Eine sogenannte Superzelle zog von Wunsiedel in Richtung Waldsassen und brachte einen Hagelsturm in Oberfranken mit sich.  © IMAGO/Bernd März
Blitze sind in der Nacht zum 07.07.2017 während eines Gewitters über Gochsheim
Blitze und Regen: Über Gochsheim brachten die Gewitter ordentlichen Blitzschlag mit sich. © Merzbach/dpa
Ungemütliches Wetter über der Altstadt von München. Polare Meeresluft fegt über München hinweg.
Ungemütliches Wetter über der Altstadt von München. Polare Meeresluft fegt im Foto über München hinweg.  © IMAGO/Rolf Poss
Herbstspaziergang im Englischen Garten
Der Herbst ist bunt: Bei einem Spaziergang im Englischen Garten in München können alle möglichen Farben bestaunt werden. © Imago
Gänseblümchen blühen am Ufer des Forggensees zwischen Herbstlaub
Den Gänseblümchen tut das wärmere Klimamittel gut. Auch im Herbst blühen sie noch am Ufer des Forggensees zwischen Laubblättern. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Sturm über Chiemsee
Ein Sturm über dem Chiemsee: Im Wasser spiegeln sich die Wolken und ermöglichen ein Spiel aus verschiedenen Blautönen. © IMAGO/Bernd März
Enten stehen bei Ebermannstadt, Landkreis Forchheim, am Rande eines Weihers im Regen.
Über Regen freuen sich zumindest Enten: Ein Paar steht bei Ebermannstadt, Landkreis Forchheim, am Rande eines Weihers. © Daniel Löb/dpa
Olympiaturm als Fotokulisse: Die Farben des Regenbogens sind gut zu erkennen.
Olympiaturm als Fotokulisse: Die Farben des Regenbogens sind gut zu erkennen. © IMAGO / Stefan M Prager
Ein Blitz entlädt sich am 26.06.2017 über München (Bayern) in der Nähe der Heilig-Kreuz-Kirche im Stadtteil Giesing
Blitschlag in Münchner Heilig-Kreuz-Kirche in Giesing. Das Foto zeigt das Ausmaß eines einziegen Blitzschlags am Himmel. Für das bloße Auge so meist nicht zu sehen. © Marcel Kusch/dpa
Hitze und hohe Temperaturen: Blitze zucken in den hohen Gewitterwolken am Himmel hinter Türkheim im Unterallgäu.
Hitze und hohe Temperaturen: Blitze zucken in den hohen Gewitterwolken am Himmel hinter Türkheim im Unterallgäu.  © IMAGO/MiS
Ein Ausflügler versucht, auf der 1780 Meter hoch gelegenen Mittelstation der Fellhornbahn, sich im Schneetreiben vor dem starken Wind zu schützen.
Ein Ausflügler versucht, sich auf der 1780 Meter hoch gelegenen Mittelstation der Fellhornbahn, im Schneetreiben vor dem starken Wind zu schützen. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Ein Sessellift steht im Skigebiet Grasgehren im Schneetreiben.
Im Skigebiet eingeschneit: Ein Sessellift steht im Skigebiet Grasgehren im Schneetreiben. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Ein weiterer Aspekt, der manche Eltern abschreckt, ist das Verletzungsrisiko. Es bestehe die Sorge, dass ein Kind so Unterrichtsstunden verpassen könnte, sagt Baier. Als Ersatz für das wegen Corona ausgefallene Skilager im Vorjahr organisierte das Gymnasium ein Sommercamp. Dies sei bei den Schülern gut angekommen. Der Schulleiter nimmt den Trend weg vom Skilager zur Kenntnis und sagt: „Warum soll man sich da dagegenstemmen?“

Staatliche Realschule Prien: Skilager erfreut sich großer Beliebtheit

An der Staatlichen Realschule in Prien am Chiemsee zeigt sich ein anderes Bild. Dort erfreut sich das Skilager nach wie vor großer Beliebtheit, wie Schulleiterin Kerstin Haferkorn erzählt. „Wir fahren mit den siebten Jahrgangsstufen. Es freuen sich nach Corona alle, dass man so etwas wieder machen kann“, sagt die Direktorin. Die steigenden Kosten seien aus Sicht der Realschul-Chefin kein Argument: „Die Preise steigen für alle Abschlussfahrten.“

Skilager: „Seit Kurzem bewegt sich in der Diskussion etwas“

Die Beispiele zeigen: Die Lage ist kompliziert. Und es gibt eh keinen Königsweg. Der Meinung ist auch Birgit Bretthauer, Vorsitzende der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern. „Es gibt keine pauschale, flächendeckende Lösung. Man sollte es weiterhin den Schulen selber überlassen, ob sie ins Skilager fahren oder nicht“, sagt sie.

Grundsätzlich müsse eine Schule ihr Fahrtenkonzept ohnehin mit dem Elternbeirat besprechen und darüber abstimmen. In dieser Diskussion gelte es allerdings, die regionalen Unterschiede zu beachten. „In Garmisch-Partenkirchen oder der Region Weilheim-Schongau ist das Skifahren immer noch groß, in Aschaffenburg sieht es hingegen anders aus“, sagt Bretthauer. Wichtig sei, dass Schulen und Eltern miteinander reden: „Es gibt zwar Schulen, die ein wenig sturer sind, aber seit Kurzem bewegt sich in der Diskussion etwas.“

Kommentare