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Nierenversagen in schweren Fällen möglich

Anstieg der Hantavirus-Erkrankungen in Bayern: „Derzeit keine Impfung“

Rötelmäuse gelten als Hauptüberträger der Hantaviren. (Symbolbild)
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Rötelmäuse gelten als Hauptüberträger der Hantaviren. (Symbolbild)

In Bayern kommt es dieses Jahr (2025) vermehrt zu Hantavirus-Erkrankungen. In schweren Fällen kann eine Infektion zu akutem Nierenversagen führen - eine Impfung gibt es noch nicht.

Bayern - 27 Menschen haben sich in Bayern in diesem Jahr schon mit Hantaviren infiziert, während des in den vorherigen drei Jahren in diesem Zeitraum nur drei bis neun Fälle waren, wie das Landratsamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteile. Das LGL habe die meisten Fälle dieses Jahres im Bayerischen Wald verzeichnet; auch die Regionen der Schwäbischen Alb, Würzburg und Aschaffenburg seien betroffen.

Infizierte Rötelmäuse würden als Hauptüberträger gelten und in Bayern den Virustypen Puumala-Orthohantavirus durch beispielsweise Urin, Kot und Speichel übertragen. „Die Häufigkeit der Erkrankung unterliegt jährlichen Schwankungen und hängt stark von der Populationsgröße der Rötelmaus ab, die unterschiedlich ausfallen kann“, begründete LGL-Präsident Christian Weidner. „Daher sind Jahre, in denen es vermehrt zu Erkrankungsfällen kommt, nicht ungewöhnlich“. In der Regel würden sich die Infektionen laut dem LGL alle zwei bis drei Jahre häufen.

Grippeähnliche Symptome und keine Impfung

Anstecken könne man sich zum Beispiel durch kontaminierte Lebensmittel, Schmierinfektionen über die Hände oder aber auch durch das Einatmen virushaltiger Stäube; eine Übertragung von Mensch zu Mensch sei seither nicht bekannt. Je nach Virustyp verliefen Infektionen mit Hantaviren dem LGL zufolge unterschiedlich schwer: während in seltenen Fällen Erkrankungen unbemerkt und ohne Symptome blieben, könne es aber auch zu grippeähnlichen Beschwerden kommen, wie Kopf- und Gliederschmerzen oder auch Fieber. Auch Nierenbeeinträchtigungen oder akutes Nierenversagen können in schweren Fällen auftreten.

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) äußerte: „Gegen Hantavirus-Infektionen gibt es derzeit keine Impfung“. Gute Hygiene bei Gartenarbeiten und beim Putzen des Gartenhauses seien daher wichtig: Durch das Tragen von Atemmasken und Handschuhen würde sich das Risiko, sich zu infizieren, deutlich reduzieren. (mab/dpa)

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