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Frau versuchte, Begleiter festzuhalten

Bade-Dramen in Oberbayern: Couragierter Mann als Lebensretter - Senior spurlos verschwunden

Badeunfälle
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Eine Notrufsäule der DLRG steht an einem Badesee. (Symbolfoto)

Während couragierte Helfer einem 88-jährigen Mann im Lugenausee das Leben retten konnten, fehlt von einem 79-Jährigen nach einem Badeunfall im Staffelsee jede Spur.

Böbing / Seehausen am Staffelsee – Zwei dramatische Zwischenfälle im südlichen Oberbayern erschütterten am Sonntag (22. Juni) die Region rund um Böbing und Seehausen: Während ein 88-jähriger Schwimmer dank couragierter Hilfe und schneller Reanimation aus dem Lugenausee gerettet werden konnte, fehlt von einem 79-jährigen Münchner nach einem Badeunfall im Staffelsee bislang jede Spur.

Am Vormittag, gegen 9.25 Uhr, bemerkte eine aufmerksame Zeugin am Lugenausee in Böbing einen leblosen Körper im Wasser. Der ältere Mann war kurz zuvor noch schwimmend gesehen worden – plötzlich trieb er regungslos an der Oberfläche. Die Frau schlug sofort Alarm und rief weitere Passanten zu Hilfe. Ein 60-jähriger Helfer reagierte geistesgegenwärtig: Er sprang ins Wasser, zog den bewusstlosen Senior ans Ufer und begann umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

88-jähriger Mann erfolgreich reanimiert

Bis zum Eintreffen des Notarztes leisteten mehrere Ersthelfer gemeinsam Reanimationshilfe – mit Erfolg: Der 88-jährige Einheimische konnte stabilisiert und anschließend mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum geflogen werden, wo er seither stationär behandelt wird. Hinweise auf Fremdverschulden ergaben sich laut Polizei bislang nicht. Die Ermittlungen vor Ort übernahm die Kriminalpolizei Weilheim.

Begleiterin versuchte, Mann festzuhalten

Wenige Stunden später folgte der nächste Schock. Gegen 14.35 Uhr ging bei der Rettungsleitstelle ein Notruf vom Staffelsee bei Seehausen ein: Ein 79-jähriger Münchner war gemeinsam mit seiner Begleiterin mit einem Tretboot unterwegs, als er ins Wasser stieg. Aus bisher ungeklärten Gründen gelang es dem Mann nicht, wieder zurück auf das Boot zu kommen. Seine Begleiterin versuchte laut Polizei noch, ihn festzuhalten – doch der Mann ging unter und verschwand im See.

Eine groß angelegte Suchaktion begann umgehend. Neben Tauchern und Booten der Wasserrettung waren auch ein Polizeihubschrauber, Drohnen und Feuerwehrkräfte im Einsatz. Bis zum späten Abend blieb die Suche jedoch erfolglos – der 79-Jährige gilt weiterhin als vermisst. Auch in diesem Fall übernahm der Kriminaldauerdienst Weilheim die Ermittlungen. Derzeit deute nichts auf ein Fremdverschulden hin, so die Polizei – man gehe von einem tragischen Unfall aus.

Die beiden Vorfälle sind ein ernüchternder Appell zur Wachsamkeit beim Baden – insbesondere für ältere Menschen und ihre Begleitungen. Auch bei schönstem Sommerwetter kann der Aufenthalt im Wasser schnell lebensbedrohlich werden. (mz/PPOBS)

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