Fernseh-Ärztin wurde 80 Jahre alt
Abschied von einer TV-Legende: Antje-Katrin Kühnemann verstorben
Die bekannte TV-Medizinerin Antje-Katrin Kühnemann ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Sie hinterlässt eine beeindruckende Karriere im Fernsehen und in der Medizin. Ihre Freunde und Fans trauern um eine starke Persönlichkeit.
München – Sie war eine der bekanntesten Medizinerinnen des deutschen Fernsehens: Antje-Katrin Kühnemann ist im Alter von 80 Jahren verstorben. Nach Informationen unserer Zeitung starb sie in ihrem Haus am Tegernsee. Dies berichtet unser Partnerportal merkur.de. Die Nachricht sorgt vor allem in Bayern für große Bestürzung.
Abschied von einer TV-Legende: Antje-Katrin Kühnemann verstorben
Moderatorin Carolin Reiber, eine langjährige Freundin der Verstorbenen, zeigte sich tief betroffen. „Wir kennen uns seit 55 Jahren“, sagte sie. Erst vergangene Woche trafen sich die beiden noch zur Premiere des Stücks „In geheimer Mission“ in der Komödie im Bayerischen Hof. Besonders rührend: Noch am Montag stellte Reiber ein gemeinsames Foto von ihr mit Kühnemann auf – ohne zu wissen, dass ihre Freundin bereits verstorben war. „Wir sind durch dick und dünn gegangen“, erzählte sie weiter und betonte die vielen schönen Erinnerungen, die ihr nun bleiben.
Eine bewegte Karriere zwischen Medizin und Fernsehen
Antje-Katrin Kühnemann war nicht nur eine beliebte Moderatorin, sondern auch eine ärztliche Kapazität. Bereits 1965 begann sie ihre Laufbahn als Deutschlands jüngste Fernsehansagerin beim Bayerischen Rundfunk und der ARD. Gleichzeitig studierte sie Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München und promovierte 1971.
Ob Kinderprogramm, Gymnastik-Coaching oder Quizsendungen mit Hans-Joachim Kulenkampff – Kühnemann bewies in vielen Formaten ihr Talent. Ihren größten Erfolg feierte sie jedoch als medizinische Expertin in der Sendung Die Sprechstunde im Bayerischen Rundfunk. Neben ihrer TV-Karriere sammelte sie praktische Erfahrung in renommierten Kliniken wie dem Schwabinger Krankenhaus und dem Klinikum rechts der Isar. Zudem war sie fast ihr halbes Leben lang ärztliche Leiterin des Sanatoriums Vital-Zentrum in Rottach-Egern.
Ihr letzter Geburtstag: Eine Feier des Abschieds
Noch vor gut einer Woche feierte Kühnemann ihren 80. Geburtstag mit engen Freunden in St. Moritz. Wie sich nun zeigt, war es ihr letzter großer Auftritt und eine Art Abschiedsfest. Bereits damals sprach sie in einem Interview mit der Abendzeitung über ihre angeschlagene Gesundheit. „Mir geht es gar nicht gut“, gestand sie, betonte aber auch ihre kämpferische Natur: „Ich will nicht jammern.“ Vor allem ihre Augen machten ihr zu schaffen, ebenso wie der zunehmende Verlust ihrer Mobilität. „Das Schlimmste ist, dass ich kaum mehr Kraft habe und auf Hilfe angewiesen bin.“
Trotz gesundheitlicher Beschwerden behielt Kühnemann ihre humorvolle Art. „Ich muss weiterleben, weil der Teufel die Konkurrenz fürchtet“, scherzte sie. Angst vor dem Tod hatte sie nicht. Besonders der Gedanke an ein Wiedersehen mit ihrem 2021 verstorbenen Ehemann spendete ihr Trost. „Ich spreche jeden Tag mit ihm, begrüße ihn morgens und wünsche ihm abends eine gute Nacht.“ Ihre Worte berühren: „Ich bin von ihm so, so, so unendlich geliebt worden. Ja, die Liebe bleibt.“ (mh)

