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Neues SUV von Volkswagen

VW Tayron im ersten Fahrtest: Ist er besser als der Touareg?

Der Tayron ist das sechste SUV von VW – ein Schiff mit Platz für sieben. Als Plug-in-Hybrid schafft er 120 km elektrisch. Konkurrenz für den Touareg?

Neues T-Modell von Volkswagen. Zwischen T wie Tiguan und T wie Touareg schiebt sich ein neues SVU – der Tayron. Er ersetzt den Tiguan Allspace, bietet bis zu sieben Sitze und hat auch sonst noch mächtig viel Platz: 850 Liter fasst der Kofferraum normal – wenn die Rückbank umgeklappt wird, sind es sogar bis 2.090 Liter. Kein Wunder schließlich hat das Auto ja auch stattliche Dimensionen. 4,79 Meter lang, 1,85 Meter breit und 1,67 hoch – da ist die nächsthöhere Klasse mit dem Touareg (4,90/1,98/1,71 m) nicht mehr weit davon entfernt. Aber auch außerhalb des Konzerns wartet zahlreiche Konkurrenz auf das neue VW-Produkt: Solche Klassiker wie der Renault Espace, aber auch die Billig-Tochter Dacia hat mit dem Jogger ein entsprechendes Angebot. Aus dem Hause Opel tritt neuerdings der Opel Frontera an und bei Mazda der CX-80.

Strammer Auftritt. Der Tayron ist das sechste SUV von VW. Von der Dimension her ist er ein Maxi-Tiguan oder ein Mini-Touareg.

Tiguan oder Tayron: Im Interieur gibt es kaum einen Unterschied

Mini-Touareg oder Maxi-Tiguan. Egal wie man den Tayron auch nennt, das stattliche SUV strahlt jede Menge Selbstbewusstsein aus. Die VW-Designer haben dem Auto ein kantiges Gesicht verpasst: Mit einem mächtigen Kühlermaul und einer prächtigen Motorhaube. Die Schultern hinten liegen hoch, das Lichtband zieht das SUV in die Breite und mittendrin leuchtet das VW-Logo in Rot. Das ist Tiguan – nur noch markanter. Im Interieur hingegen dürfte man die beiden Modelle kaum unterscheiden können. Wenn man mal davon absieht, dass der Tayron aufgrund des 2,79 Meter langen Radstandes viel mehr Platz für die Passagiere zu bieten hat. Das Cockpit wird von zwei Displays beherrscht. Da ist zum einen der Digital-Tacho mit 10,25 Zoll und dann der Infotainment-Bildschirm mit 12,9 Zoll (Basis) und in den höheren Ausstattungsvarianten mit 15 Zoll.

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Die Bedienung ist aufgrund der Kachel-Optik schnell gelernt. Mit der Sprachassistentin IDA, die von ChatGPT gepowert wird, waren wir zunächst auch zufrieden, weil sie tief in die Fahrzeugfunktionen integriert ist. Bei der Frage „Wer ist Donald Trump?“ und der Antwort, dass er ein bedeutender Politiker bis 2021 war, stößt man auf die Grenzen der erlernten Intelligenz: Sie ist halt nur so gut, wie ihr Wissenstand. Dafür kann VW nichts, aber an zwei weiteren Kritikpunkten möchten wir um Nachbesserung bitten: Erstens wünschen wir uns eine zeitgemäße Navigationsgrafik, die nicht an Kindergarten-Zeichnungen erinnert und überdies auch noch völlig unübersichtlich ist. Und zweitens verstehen wir nicht, warum man keine hochauflösende Rückfahrkamera einbaut. Das Bild auf dem 15-Zöller war grieselig wie bei Schneefall.

Beste Kopffreiheit: Auch in der zweiten Sitzreihe fühlt man sich im VW Tayron wohl. In der dritten Bank hinten im Kofferraum fühlen sich allerdings nur Kinder wohl.

Von 150 bis 272 PS – so viel Power hat der VW Tayron

Bei den Motorisierungen stoßen wir auf keine Überraschungen. Verbrenner geben hier den Ton an, das ist nicht mehr selbstverständlich. Porsche hat sich mit dem rein elektrischen Macan ja verzockt. Einen reinen Elektroantrieb hat VW beim Tayron deshalb nicht im Angebot. Kein Wunder, denn die Kundschaft ist bei Elektroautos immer noch skeptisch und hat dafür gute Gründe. Als Einstieg gibt es den 1,5-Liter-Mild-Hybrid-Turbobenziner mit 150 PS. Darüber rangieren die 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 204 oder 265 PS. Wer auf das satte Drehmoment und den schmalen Verbrauch eines Diesels steht – auch der wird noch bedient: Mit einem 2,0 Liter großen Aggregat (150 oder 193 PS). Und dann wären da noch die Plug-in-Hybride. Hier setzt sich der Antrieb aus dem nur 1,5 Liter großen und deshalb manchmal auch sehr lauten Benziner mit E-Maschinen-Unterstützung zusammen. Mit wahlweise 204 oder 272 PS – je nach Gusto und Geldbeutel.

Diesel und Plug-in-Hybrid im Vergleich: Der Unterschied liegt im Fahrwerk

Gefahren sind wir den großen Plug-In-Hybrid, der es auf bis zu 127 Kilometer elektrische Reichweite bringen und damit 99 Prozent der täglichen Fahrten bestreiten will. Und natürlich den stärksten Diesel. Doch zuerst zum PHEV, den es identisch so auch bei der hausinternen Konkurrenz gibt – im Skoda Kodiaq. Er verfügt über eine 19,7 kWh große Batterie, die sich mit bis zu 50 kW (DC) aufladen lässt (11 kW AC). Allerdings nicht mit Allrad und nicht als Siebensitzer. Auch ist der Kofferraum um rund 170 Liter kleiner und das Auto je nach Modell zwischen 100 und 200 Kilogramm schwerer. Das merkt man auch beim Fahren. Hat sich der Diesel noch fast tänzerisch durch die Kurven bewegt, so strebt der Plug-in-Hybrid deutlicher nach außen. Das Fahrwerk tut sich im wahrsten Sinn des Wortes schwerer. Spürt man auch bei der Lenkung, die gleichwohl sehr direkt arbeitet und präzise Rückmeldung von der Straße gibt. Man merkt: Hier steht VW drauf und hier ist auch VW drin. Ganz im Gegensatz zum neuen Transporter.

Bis zu 15 Zoll groß kann man den Infotainment-Bildschirm auf der Mittelkonsole bestellen. Auf Wunsch gibt es auch ein Head-up-Display.

Auch beim Tayron kommt das neue VW-Fahrwerk DCC Pro zum Einsatz, das schon im Passat und auch im Tiguan werkelt und mit Zwei-Ventil-Technik arbeitet. Ein echtes Highlight, auch wenn es Stahlfedern hat und nicht an das Luft-Fahrwerk beim Audi Q5 heranreicht. Denn es ist ausreichend komfortabel, auf Wunsch sportlich-stramm. Zum großen Diesel, der immer mit Allrad kommt, muss man nicht viel sagen: Das Drehmoment von 400 Nm sorgt für genussvolle Beschleunigung (8,0 Sekunden von 0 auf 100) – und für einen Verbrauch von 6,2 Litern. Normalerweise. Wir landeten bei sportlicher Fahrweise bei 7,5 Litern. Beim PHEV standen 3,5 Liter Benzin und 13,0 kWh Strom auf dem Tacho.

Das VW-Logo auf dem Heck darf auch im neuen Tayron endlich leuchten. Ganz in Rot – sieht schick aus vor allem nachts.

Unser Fazit zum neuen VW-SUV Tayron

Zu den Preisen: Los geht es im VW-Konfigurator mit 45.475 Euro für den 1,5-Liter eTSi mit 150 PS. Wem diese Power genügt, der bekommt für sein Geld eine ordentliche Ausstattung. Die Basis heißt bei VW wie immer „Life“ und wartet schon mit Rückfahrkamera, Park-Assistent und 12,9 Zoll großem Infotainment-Display auf. Der große Diesel mit Allrad kostet dann schon 53.840 Euro, der Plug-In-Hybrid 53.425 Euro. Wir meinen: Das sind einigermaßen faire Preise für ein wirklich ziemlich großes Auto, das viel Platz für Kind und Kegel bietet und alle Qualitäten mitbringt, die einen echten Volkswagen ausmachen. Rudolf Bögel

Rubriklistenbild: © Foto: VW

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