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Sommer, Sonne, SOS im Fahrzeug

Gefährliche Folgen für Technik und Elektronik: So schützt Ihr Euer Auto vor Hitzeschäden

Temperaturanzeige am Tachometer eines Autos und Mechaniker über Motorraum
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Sommerhitze bekommt dem Motor schlecht.

Die heißesten Tage des Jahres stehen zweifelsfrei noch bevor. Nicht nur für die Menschen, auch für ihre Autos stellt die Sommerhitze eine Herausforderung dar. Wenn das Auto zum Backofen wird, überstehen das empfindliche Bauteile eventuell nicht. Wir geben Euch einige Tipps, wie Ihr Euer Auto vor Beschädigungen durch Sonneneinstrahlung und Wärme schützen könnt.

Wie schnell sich ein Auto in der Mittagssonne aufheizen kann, hat der ADAC in einer Untersuchung 2017 nachgewiesen. Bereits nach 30 Minuten ist eine kritische Temperatur von 50 Grad im Fahrzeuginneren erreicht. Nach rund 90 Minuten sind es fast 60 Grad.

Die meisten Fahrzeughalter unterschätzen die Einflüsse von extremen Temperaturen und direkter Sonneneinstrahlung auf das Auto im Sommer.

Wir haben deshalb einige Tipps gesammelt, wie Ihr Euer Auto am besten und einfachsten vor Beschädigungen durch Sonneneinstrahlung und Wärme schützen könnt.

Auf den Reifendruck achten

Bei hohen Temperaturen erhöht sich der Reifendruck - der Reifen kann platzen. Deswegen solltet ihr den Reifendruck regelmäßig mit einem Manometer überprüfen. Es ist empfehlenswert, vor langen Fahrten die Reifen auf den vom Hersteller angegebenen Wert aufpumpen.

Nach Meinung einiger Fachleute kann es sinnvoll sein, die Reifen mit Stickstoff statt mit Luft zu füllen, da dieser bei Temperaturschwankungen weniger Druckschwankungen aufweist. Erkundigt Euch aber vorher beim Reifenhersteller, ob eine entsprechende Kompatibilität gewährleistet ist.

Laut ADAC ergaben Tests allerdings, dass sich die Druckunterschiede von mit Luft und mit Stickstoff befüllten Pneus nur innerhalb weniger Hundertstel bar Reifendruck bewegten, also kaum der Rede wert. Das heißt, auch eine Stickstoffbefüllung befreit nicht von der Verpflichtung, den Druck regelmäßig – etwa alle zwei Wochen – zu prüfen. 

Die Klimaanlage regelmäßig überprüfen

Galten Klimaanlagen früher noch als Luxusausstattung, werden heute mehr als 90 Prozent aller Personenwagen damit ausgeliefert. Funktioniert sie im Sommer nicht richtig, wird es schnell brütend heiß im Auto. Studien haben gezeigt: Klettert die Innentemperatur von 22 auf 40 Grad, steigt das Unfallrisiko um rund 30 Prozent, weil die Konzentration nachlässt.

Die Experten empfehlen einen jährlichen Check der Schlüsselkomponenten der Klimaanlage. Zusätzlich könnt Ihr selbst die Klimaanlage regelmäßig kontrollieren und den Luftstrom im Fahrzeug testen, indem Ihr die Klimaanlage auf die höchste Stufe stellt: Ist die ausströmenden Luft eher schwach oder, noch schlimmer, heiß? 

Achtet auf ungewöhnliche Geräusche aus der Klimaanlage, dies könnte ein Zeichen für einen defekten Kondensator oder Keilriemen sein - was professionelle Hilfe erfordert. 

Die Klimaanlage sollte sowieso innerhalb der regelmäßigen Fahrzeug-Inspektion von Fachleuten geprüft werden. Spätestens wenn die Kühlleistung reduziert ist, muss eine Klimaanlage mit einem speziellen Service-Gerät gewartet werden. Das Kältemittel wird dann abgesaugt, aufbereitet und mit frischem Öl der Anlage wieder zugeführt. Dabei muss die Dichtigkeit der Anlage geprüft werden.

Ist die Kühlfunktion der Klimaanlage aufgrund Gasmangels bereits außer Funktion, so ist vor der Befüllung eine separate, eingehendere Dichtigkeitsprüfung erforderlich.

Tipp: Wenn Ihr bei großer Hitze im Sommer ins Auto einsteigen müsst: Öffnet vor dem Losfahren alle Türen oder Fenster, damit die aufgestaute heiße Luft erstmal raus kann.

Verstopfte Autofilter reinigen

Schmutz und Pollen können den Luftfilter eines Autos verstopfen, wenn er über einen längeren Zeitraum nicht gereinigt wird. Das verringert die Kraftstoffeffizienz und beeinträchtigt die Luftqualität im Fahrzeug. Außerdem kann der verstärkte Einsatz der Klimaanlage in den Sommermonaten den Motor belasten, wenn man mit einem verstopften Filter fährt.

Als Faustregel gilt: Ersetzt den Luftfilter alle 12 Monate oder nach rund 20.000 Kilometern – abhängig von den Straßen- und Luftbedingungen. Ein sauberer Filter kann den Kraftstoffverbrauch um bis zu 10 Prozent senken und die Lebensdauer eines Autos verlängern.

Den Motor nicht überhitzen lassen

Sommerhitze bekommt dem Motor schlecht. Kurzfristige Abhilfe, wenn die Temperatur über Gebühr steigt, schafft kräftiges Heizen. Denn die Heizung leitet die Wärme vom Motor ins Autoinnere und senkt die Temperatur des Kühlwassers. Auch die Klimaanlage sollte ausgeschaltet werden.

Ist die Überhitzung eine Folge fehlender Kühlflüssigkeit, kann man sie nachfüllen, sofern ein Kühlerdeckel vorhanden ist. Im Notfall tut es auch normales Leitungswasser, besser ist ein Gemisch aus spezieller Kühlflüssigkeit und Wasser.

Der Verschluss des Kühlkreislaufs darf allerdings nicht im heißen Zustand geöffnet werden, denn durch den Überdruck kann das Wasser herausspritzen und Verbrühungen verursachen. Der Ausgleichsbehälter kann unter Druck stehen und sollte nur mit einem Schutzlappen vorsichtig aufgeschraubt werden. Ein plötzlicher Kaltwasserschock kann bei einem sehr heißen Kühler zudem zu Rissen führen.

Die Bremsen kontrollieren

Die Bremsen eines Fahrzeugs müssen immer in einem Top-Zustand sein. Insbesondere nach den kälteren Monaten, in denen Eis und Streusalz das Bremssystem eventuell beschädigt haben könnten, sollte man auf übermäßige Quietsch- und Schleifgeräusche achten

Wenn sich die Bremsen „schwammig“ anfühlen oder nur langsam reagieren, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass sie einer professionellen Inspektion und möglicherweise einem Austausch bedürfen. 

Überprüft außerdem den Bremsbelag auf Abnutzung und stellt sicher, dass die Bremsbacken nicht unter die vom Hersteller empfohlene Dicke, idealerweise drei Millimeter, abgenutzt sind.

Öl und Ölfilter wechseln

Insbesondere in den Sommermonaten, in denen der Motor anfälliger für Überhitzung ist, wird empfohlen, Öl und Ölfilter alle 12.000 Kilometer oder gemäß den Richtlinien des jeweiligen Herstellers zu wechseln

Überprüft regelmäßig den Motorölstand und die Farbe des Öls. Es sollte eine durchscheinende Bernsteinfarbe haben. Wenn es schwarz geworden ist und eine dicke Konsistenz hat, sollte es sofort gewechselt werden. Frisches Öl sorgt für optimale Schmierung, verringert die Reibung und hilft, Überhitzung zu verhindern.

Im Schatten parken

Wenn Ihr eine Garage oder einen Stellplatz in einer Tiefgarage habt, solltet Ihr im Sommer davon Gebrauch machen. Außerdem solltet Ihr, wann immer es möglich ist, einen Parkplatz wählen, der im Schatten liegt. Große Bäume oder Dachflächen schützen Euer Auto vor der Sonneneinstrahlung. Trotz der Gebühren sind deswegen auch Parkhäuser zu empfehlen.

Weitere Autoteile, die Ihr bei einem Hitze-Check beachten solltet

  • Gummiteile: Alle Teile, die aus Gummi bestehen, leiden besonders unter zu hohen Temperaturen. Ihr solltet daher darauf achten, dass die Tür- und Fensterdichtungen bei Regen wirklich dicht sind. Außerdem könnt Ihr Zahn- und Keilriemen überprüfen. Sind diese bereits porös oder gar angerissen, solltet Ihr umgehend eine Werkstatt mit dem Wechsel beauftragen.
  • Sonnenschutz: Natürlich ist es nicht immer möglich, sein Auto im Schatten abzustellen. Wenn Ihr Euer Auto in der Sonne parken müsst, kann ein Sonnenschutz für die Windschutzscheiben helfen, das Auto vor der Sonneneinstrahlung zu schützen. Die meisten Sonnenschutzmatten sind faltbar und lassen sich so einfach und platzsparend verstauen. 
  • Getönte Scheiben: Wenn Euer Auto immer unter freiem Himmel steht, kann es sich lohnen, die Scheiben tönen zu lassen. Dadurch wird die Temperatur im Innenraum spürbar gesenkt. Die Tönungsfolien gibt es in unterschiedlichen Stärken und Farbtönen.
  • Autowachs: Moderne Lacke sind meist gut gegen die Einflüsse der Sonnenstrahlung geschützt. Dennoch kann man mit einer Behandlung mit Autowachs auf Nummer sicher gehen, um den Lack zu versiegeln. In den meisten Waschanlagen werden Programme angeboten, die auch das Aufbringen von Wachs enthalten.
  • Tanken, aber nicht ganz voll: Bei hochsommerlichen Temperaturen kann sich der Kraftstoff erwärmen und ausdehnen. Ist der Tank restlos gefüllt und das Auto steht in der Hitze, kann der Kraftstoff durch Entlüftungsrohr oder Tankdeckel auslaufen.

Quellen: www.autobutler.de, www.handwerksblatt.de

as/PM von carlease.co.uk

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